Wiederansiedlungsmaßnahmen zum Schutz der Edelkrebse

Ihre Mithilfe ist gefragt!

Die Gefährdung der heimischen Flusskrebse durch eingeschleppte Arten und die Krebspest ist permanent vorhanden und wird trotz Schutzbemühungen zu weiteren Verlusten führen. So wurde 2016 in NRW ein Edelkrebsvorkommen durch die Einwanderung des Signalkrebses vernichtete und zwei weitere sind nach dem Auftreten des Signalkrebses akut gefährdet. Natürliche Vorkommen des Edelkrebses in Nordrhein-Westfalen existieren fast nicht mehr. Um den Edelkrebs in NRW zu erhalten, müssen diese Verluste durch Wiederansiedlungsmaßnahmen in geeigneten Gewässern ausgeglichen werden.

Baggerseen mit gut strukturierten Ufern und überschaubarer Freizeitnutzung stellen gute Lebensräume für den Edelkrebs dar.

Ab 2016 führt das Edelkrebsprojekt NRW mit regionalen Kooperationspartnern selbst Wiederansiedlungen des Edelkrebses durch. Am 08.10.2016 erfolgte die erste Maßnahme in Bad Oeynhausen mit großer Öffentlichkeitsbeteiligung (PM vom 12.10.2016). Seitdem konnten noch weitere fünf Gewässer mit einer der Gewässergröße entsprechenden Anzahl von zweisömmrigen Edelkrebsen besetzt werden. Die Besatzgewässer waren sehr unterschiedlich. Neben zwei Baggerseen und einem durch eine unüberwindliche Barriere abgeschotteten Fließgewässer, wurden auch zwei Teiche besetzt. Alle Gewässer wurden vorher von Mitarbeitern des Edelkrebsprojektes überprüft und als geeignet bewertet (Informationsblatt „Besatzkriterien“). Um die Bestände vor illegaler Entnahme oder der Übertragung der Krebspest zu schützen, erfolgen die Besatzmaßnahmen meist unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Auch ortsnahe können geeignete Edelkrebsgewässers sein. Hier sollten Infotafeln auf die Möglichkeiten einer Krebspestübertragung hinweisen.

Ausnahmen sind ortsnahe Gewässer, an denen Schautafeln und Informationsmaterial auf die Problematik hinweisen sollen und so zur Aufklärungsarbeit beitragen. Die Betreuung der Edelkrebsvorkommen z.B. durch Gewässerpflege und regelmäßige Bestandskontrollen soll in Zukunft von speziell geschulten Edelkrebspaten übernommen werden.

Für den Erhalt unserer heimischen Flusskrebse suchen wir weitere geeignete Wiederansiedlungsgewässer!

Wenn Sie ein Gewässer kennen, das für die Wiederansiedlung von Edelkrebsen geeignet sein könnte oder weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich an:
Frau
Marina Nowak
m.nowak@edelkrebsprojektnrw.de
 

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